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STRATEGIE FÜR BAUMENSCHEN - Klagenfurt 30.11-1.12.2018
Engpasskonzentrierte Strategie (EKS) nach Professor Wolfgang Mewes
Von den Grundlagen zur Anwendung in der Bauwirtschaft
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Kybernetik

Die Natur folgt seit je her einem sehr wirkungsvollen Bauplan. Es gelingt der Natur, in einem sehr komplexen Umfeld auf Störungen effizient zu reagieren und ihre evolutionäre Kraft zur Weiterentwicklung zu nützen. Der „Code“ dieses Bauplanes ist heute weitgehend entschlüsselt.
Der Bauplan der Natur kann auch in Organisationen angewandt werden, welche von Menschen geschaffen sind. Mit einfachen, aber sehr wirkungsvollen Methoden ist es heute möglich, ein Umfeld zu schaffen, in welchem sowohl eine hohe Selbstorganisationskraft als auch eine evolutionäre Weiterentwicklungsdynamik entstehen.
Unter dem Sammelbegriff „Kybernetik“ wird die gezielte Anwendung dieses „Codes“ verstanden. Seit einigen Jahren gewinnt die Auseinandersetzung mit der Kybernetik und die Einbindung der Erkenntnisse in den Alltag immer mehr an Bedeutung. Vor allem ist Kybernetik heute aber auch als Antwort auf die immer stärker empfundene Komplizierung und Regellastigkeit zu verstehen.
Mit dem Verständnis für die Kybernetik als Erfolgsfaktor und mit der Anwendung kybernetischer Methoden soll aber nicht nur eine effizientere Aufgabenerfüllung und eine Steigerung des Nutzens möglich sein, sondern auch ein Umfeld geschaffen werden, welches den Menschen und seine Emotionen besser einbezieht. Prof. F. Malik hat es auf den Punkt gebracht wenn er sagt: "Kybernetik ist die Lehre vom Funktionieren".

Zur Baukybernetik:
Bauprojekte beeinflussen in einem hohen Maße die Zukunft. Der Nutzen solcher Projekte darf daher nicht nur mit dem Maße der Gegenwart gemessen werden, sondern muss auch die Vorausschau auf die Zukunft berücksichtigen. Nachhaltigkeit ist daher nicht als freiwillige Leistung für die Umwelt zu sehen, sondern als zwingende Forderung an die Gestaltung der Bauobjekte und bezieht sich auch nicht nur auf die Umweltproblematik, sondern auch an den Menschen selbst und an seine Empfindungen und Bedürfnisse sowohl zur Zeit der Bestellung des Projektes als auch in der Zukunft.
Aber nicht nur die Aufgabenstellung an die Baumenschen erweist sich als ein komplexes Thema. Die Bauherstellung selbst erfordert in zunehmenden Maße die Berücksichtigung zahlreicher Aspekte und die Einbeziehung vieler Fachexperten. Zudem ist ein hohes Maß an unbekannten Faktoren mit zu berücksichtigen.
Eine hohe Komplexität ist ein wesentliches Merkmal von Bauprojekten. Diese erfordert entsprechendes Verständnis und die Anwendung spezieller Methoden.
Die Kybernetik ist hier jener Ansatzpunkt, der das Verständnis für komplexe Vorgänge schafft und die Anwendung spezieller Methoden einfordert. Auf Basis der kybernetischen Managementlehre EKS entwickelte Arch. Heinz Grote bereits Mitte der 70er Jahre das KPOPF-System; über die Sicherstellung der Produktivität bei der Planung und Ausführung wurdeeine hohe Kosten- und Terminsicherheit erreicht. Erkentnisse von F. Vester und Stafford Beer führten zur Weiterentwicklung vor allem auf dem Gebiete des Organisations- und Informationsmanagements. Viele erfolgreiche Anwendungen geben Zeugnis vom Potential der Baukybernetik. Sie wird also zum Erfolgsfaktor für die heutigen Anforderungen an Bauprojekten.

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